Dienstag, 24. September 2013

Nîmes und Café Margelle

Arènes
Gestern haben Ute und ich einen Tagesausflug in die nicht weit entfernte Stadt Nîmes gemacht. Eigentlich ist disee Stadt Montpellier sehr ähnlich: Es gibt ebenfalls eine Esplanade Charles de Gaulle, überall stehen Platanen, es gibt so gut wie nur Einbahnstraßen und unglaublich viel zu sehen. Allerdings bemerkt man schnell, dass Nîmes von den Römern geprägt ist und man viele Monumente und Überreste aus der Römerzeit findet. So zum Beispiel das Amphietheater (Arènes), in der noch immer Stierkämpfe stattfinden, der Temple de Diane oder der Tour Magne, der eins der wenigen Überbleibsel der ehemaligen Stadtmauer ist. Am meisten beeindruckt hat mich der Jardin de la Fontaine, der an den von Platanen umsäumten Quai de la Fontaine anschließt. Der Jardin ist ein riesiger am Hang angelegter Park, der ebenfalls an die Römerzeit erinnert. Wenn man einmal in Nîmes ist, sollte man auf jeden Fall beides gesehen haben! Die Altstadt ist jedoch verglichen mit der Montpelliers bei weitem nicht so verträumt und es gibt wenige kleine Gassen, die diesen besonderen südfranzösischen Charme besitzen. 

Pont du Gard
Da wir schon morgens früh in der Stadt angekommen sind, waren wir mittags schon fertig mit dem Touriprogramm. Wir hatten leider nicht bedacht, dass montags die Museen wie in Deutschland auch geschlossen haben. Sehr schade, denn die meisten sind kostenlos. Da wir also noch sehr viel Zeit übrig hatten, haben wir spontan beschlossen noch einen Abstecher zum Pont du Gard zu machen. Mit dem Bus braucht man nur etwa eine Dreiviertelstunde von Nîmes aus dahin und es kostet - wie anscheinend so ziemlich alle Busfahrten in Frankreich - 1,50 Euro. Wir waren ganz schön beeindruckt von dem Aquädukt! In der Abendsonne war es besonders schön. Wir haben uns den Pont von allen Seiten angeschaut, sind über die Brücke gelaufen und haben eine kleine Wanderung im angrenzenden Gebiet gemacht. Die Landschaft entlang des Flusses Gardon ist wunderschön und ich hätte stundenlang dort wandern gehen können. Leider hatten wir nur ungefähr zwei Stunden Zeit, da wir den letzten Bus wieder zurück nach Nîmes bekommen mussten.

Quai de la Fontaine
am Quai de la Fontaine
Quai de la Fontaine
Ute in Nîmes!
Ausblick aus dem Jardin de la Fontaine




Wir setzen unsere Tradition fort. Auf Bäume klettern, Klappe die Zweite. 




Pont du Gard
Le Gardon
Le Gardon
Ufer des Gardon
Lea und Ute am Pont du Gard


Heute waren wir das erste Mal beim Café Margelle dabei. Hierbei handelt es sich um ein Café für alle Menschen, dir gerade daran vorbei laufen, sich ausruhen oder einfach mit jemandem ganz ungezwungen reden wollen. Sie können Kaffee trinken und Plätzchen essen - und es ist ganz kostenlos! Ich finde, das ist eine wirklich tolle Idee und ich war überrascht, wie viele Leute dieses Angebot genutzt haben. Vor allem sind moslemische Menschen und welche aus sozial schwächeren Schichten gekommen und haben sich zu uns gesetzt. Das liegt in erster Linie daran, dass dieses Café in einem Stadtviertel ist, wo viele Menschen aus dem Maghreb wohnen. Unsere Aufgabe ist es dabei, den Leuten etwas zu Trinken anzubieten und sich mit ihnen zu unterhalten. Wir werden allerdings wahrscheinlich nicht allzu oft dort mitarbeiten, da immer sehr viele freiwillige Mitarbeiter da sind und wir dann zu viele wären. Das finde ich eigentlich ziemlich schade, denn ich finde, das ist echt eine tolle Sache!

Heute Abend war ich zum zweiten Mal beim Handballtraining. Der Trainer hat mich zu einer anderen Mannschaft, zum Equipe national 3, geschickt, wo ich morgen einmal mittrainieren werde. Er möchte nämlich rausbekommen, welches Niveau ich habe. Denn die Ligen in Frankreich heißen ganz anders als in Deutschland und ich konnte nicht erklären, in welcher Liga ich normalerweise gespielt habe. Ich bin ja so aufgeregt!

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