Freitag, 6. September 2013

Ein erfolgreicher Tag

Nach dem vierten Versuch heute Morgen bei der Bank ist uns ein riesiger Fels vom Herzen gefallen. Anscheinend haben wir jetzt endlich alle Dokumente zusammen, um unser französisches Konto zu eröffnen. Wir haben jetzt für morgen früh einen Termin mit einer sehr netten Frau dort und hoffen, dass alles glatt laufen wird. Aber es sieht sehr gut für uns aus!

Ein weiterer Erfolg war, dass wir es heute nach einigen Stunden Wartezeit bei der Geschäftsstelle der Tam (Transport de l'Agglomération de Montpellier) geschafft haben unsere Tramkarte zu bekommen. Das war ziemlich lustig, weil die nette Dame im Büro vor Ort ein Foto von uns für unsere Karten machen musste, worauf Ute und ich nicht gefasst waren und einen Lachanfall bekommen haben. Die Mitarbeiterin war etwas verwirrt und dachte erst wir würden sie auslachen, musste letztendlich aber selber mitlachen. Dementsprechend sehen unsere Fotos auf den Tramkarten jetzt auch aus.

Außerdem haben Ute und ich heute einen neuen Teil unserer Arbeit hier in der evangelischen Kirchengemeinde Montpelliers kennengelernt. Heute hat nämlich wie jeden Donnerstag die "Culte-pause" in der Kirche Maguelone (direkt am Bahnhof Saint Roche) stattgefunden. Das ist ein kleiner Gottesdienst zwischen 12°° und 14°° Uhr, der für Reisende oder Leute, die es Sonntags nicht in die Kirche schaffen, gedacht ist. Dabei ist unsere Aufgabe die Kirche vorher aufzuschließen und alles vorzubereiten und nachher wieder alles zu verschließen. Leider konnten wir heute noch nichts vom Gottesdienst mitbekommen, weil wir im Büro der Tam auf unsere Tramkarten gewartet haben... 

Abends haben wir zusammen mit Elda, Noé, Mathilde (eine Freundin von Elda) und Antonia zu Abend gegessen. Ute und ich haben heute unsere erste Quiche ganz ohne Rezept selber gemacht und ich muss sagen, sie war gar nicht mal so übel! Noé hat sie jedenfalls sehr gut geschmeckt. Antonia ist übrigens eine deutsche Studentin, die heute hier in Montpellier angekommen ist und ein Jahr lang hier an der theologischen Fakultät studieren wird. Wie sie sind auch unsere beiden Mitbewohner Theologiestudenten.

Gestern Abend waren meine Mitfreiwillige und ich erneut im Jardin des Plantes, weil er uns so unglaublich gut gefällt. Wir haben es heute mal ganz typisch französisch gemacht und uns der hiesigen Bevölkerung angepasst: Wir haben uns auf die "Wiese" - wenn man die vertrockneten Grashalme so nennen darf - gesetzt, Ute hat Gitarre gespielt und wir haben zusammen gesungen.


Jardin des Plantes

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