Donnerstag, 29. August 2013

Bienvenue à Montpellier!

Ankunft in Montpellier
Nach einer langen Busfahrt sind Ute und ich heute Mittag gut angekommen in Montpellier. Das Wetter ist spitze: sonnig und warm mit einem leichten, erfrischenden Windchen.
Zunächst wurden wir von Jean-Pierre, einem Pfarrer aus der Gemeinde, zum Mittagessen mit seiner Familie eingeladen. Anschließend haben wir eingekauft und unsere Zimmer angefangen einzurichten. Als wir die WG betraten, waren wir beide sehr überrascht. Denn wir kannten die Wohnung ja eigentlich bereits von unserem Kurzbesuch im Juni, allerdings hatte unsere Mitbewohnerin zusammen mit einer Freundin die WG ganz neu dekoriert. Es sieht jetzt viel schöner aus, als wir es kannten.

Heute Abend sind Ute und ich noch ein wenig durch die Stadt gelaufen und haben uns in den Parc Peyrou gesetzt, uns den Sternenhimmel bei 24°C um 23:00Uhr angeschaut und den Straßenmusikern gelauscht, die typisch französische Lieder gesungen und auf der Gitarre gespielt haben. Auch das Klischee, dass Franzosen ständig Pétanque spielen würden, hat sich bereits heute bestätigt: In dem Park haben einige Gruppen von Jugendlichen diesen allseits beliebten Sport ausgeübt.
Promenade du Peyrou
Morgen werden wir die neue Pfarrerin in der Gemeinde hier in Montpellier kennenlernen und von ihr unseren Arbeitsplan erhalten. Denn bis jetzt wissen wir noch nicht so genau, was uns in den nächsten Tagen erwarten wird. Wir wissen nur, dass wir schon am Sonntag in die Cevennen fahren werden, wo anscheinend ein ziemlich großer Gottesdienst stattfinden wird. Aber was es genau damit auf sich hat, werden wir wohl auch erst morgen erfahren...

Et Nils, pour toi: Nous sommes bien arrivées ici à Montpellier. Il fait chaud (30°C) et notre coloc et très belle!

Mittwoch, 28. August 2013

Aufbruchsstimmung

Jetzt wird es ernst. In ein paar Minuten fahren wir los. Ich werde von meinen beiden besten Freundinnen nach Köln gebracht, von wo aus mich und Ute nur noch ca. 17 Stunden Busfahrt von unserem heiß ersehnten Ziel trennen. Ich bin ja schon so aufgeregt! Die Koffer sind natürlich auch schon gepackt und ich habe es tatsächlich geschafft, alle meine Sachen in zwei Koffer zu quetschen, auf die ich mich allerdings drauf setzen musste, um sie schließen zu können.

Macht es gut, meine Lieben! Auf ein wundervolles Jahr in Montpellier!

Sonntag, 25. August 2013

Ausreiseseminar



Ich komme gerade mit gemischten Gefühlen vom Ausreiseseminar aus Bonn zurück. Einerseits freue ich mich einfach nur riesig auf die Ausreise am Mittwoch. Wir haben uns alle während der letzten zwei Wochen intensiv mit unserem Gastland und unserer Arbeit dort beschäftigt. Heute an unserem letzten Tag haben wir die Freiwilligen getroffen, die gerade erst aus den verschiedenen Ländern zurück gekommen sind. Das war wirklich toll, Jana und Marie wieder zu sehen und mit ihnen zu quatschen!

Haus Annaberg, Bonn
Andererseits bin ich traurig, dass die wundervolle Zeit im Haus Annaberg mit den anderen Freiwilligen schon wieder vorbei ist. In nur zwei Wochen haben wir uns alle sehr gut kennengelernt, was auch durch die intensiven und intimen Gespräche über uns und unser Leben erst möglich war. Wir haben zusammen gekocht, gearbeitet, gelacht, Ultimate Ninja gespielt (was nun voraussichtlich als neues Nationalspiel in Frankreich eingeführt werden wird) und uns unterhalten.

Es waren insgesamt zwei traumhafte Wochen, die „das Beste des ganzen Jahres“ sein sollen (zit. Rahel).  Der Ausreisekurs hat mir sehr geholfen, über die Trauer wegen des Abschieds von meiner Familie hinweg zu kommen. Ich fühle mich gerade wie in einer Zwischenwelt zwischen Deutschland und Frankreich - nicht mehr ganz hier, aber auch noch nicht dort angekommen.  Nun laufen die letzten Vorbereitungen für das Auslandsjahr. Die Wäsche muss noch gewaschen und die Koffer gepackt werden.  Aber ansonsten bin ich soweit startklar und kann es gar nicht mehr erwarten, endlich in den Bus zu steigen und nach Montpellier zu fahren. Und ich hoffe, dass noch viele Augenblicke kommen werden, die mindestens genau so gut wie meine letzten zwei Wochen sein werden.

Donnerstag, 8. August 2013

Endspurt

Hallo meine Lieben!

Ute (r.) und ich (l.) bei unserem Besuch in Montpellier
Nur noch 20 Tage und dann geht es endlich los nach Montpellier, Frankreich, wo mein "neues" Leben beginnt. Denn dann werde ich dort meinen Freiwilligen Friedensdienst (FFD) antreten. Ich werde dort in der Eglise Unie de Montpellier in einem Jugendzentrum in einem sozialen Brennpunkt sowie in einem Zentrum für Obdachlose arbeiten. Aber was genau mich dort erwartet werde ich wohl erst erfahren, wenn ich am 29. August in Frankreich angekommen bin und wir unseren Arbeitsplan erhalten. Wir, das heißt Ute und ich. Denn ich werde nicht alleine in Montpellier leben, sondern zusammen mit einer anderen deutschen Freiwilligen, die ich bei einem Vorbereitungsseminar der Evangelischen Kirche im Rheinland (EkiR) bereits kennenlernen durfte. 

Die EkiR ist der Träger unseres Projekts in Frankreich und entsendet Freiwillige in die ganze Welt. So schicken sie Jugendliche nach England, Rumänien, Israel, Russland, in die USA und in viele verschiedene Länder Lateinamerikas. 

Ute und ich konnten bereits ein paar Einblicke in unser Projekt gewinnen, weil wir im Juni einen fünftägigen Kurzbesuch bei den jetzigen Freiwilligen Marie und Jana machten. So wurden uns schon die meisten unserer zukünftigen Kollegen vorgestellt - alle sind unglaublich freundlich und haben sich sehr bemüht, langsam und deutlich französisch zu sprechen - und wir haben unsere WG gesehen, in der wir im kommenden Jahr leben werden. Auch mit einer unserer Mitbewohnerinnen haben wir bereits Bekanntschaft gemacht. Doch wir werden uns überraschen lassen, wer die anderen zwei unserer WG-Mitglieder sein werden.

Nun laufen die letzten Vorbereitungen und in drei Tagen fängt auch schon unser zweiwöchiger Ausreisekurs in Bonn im Haus Annaberg an, wo wir noch besser auf unseren Auslandsaufenthalt vorbereitet werden. Und ich freue mich schon sehr, die ganzen Leute vom Vorbereitungsseminar in den Osterferien wiederzusehen, mit denen man sich schnell angefreundet hat und die Euphorie, dass man ganz bald ins Ausland gehen wird, teilt. 

Meine Mitnehmliste für Frankreich scheint unendlich. Ich werde wohl noch ein Kunststück vollführen müssen, um alles in meinen zwei Koffern zu verstauen. Das Ganze ist ziemlich aufregend und ich denke in jeder Minute, die ich nicht beschäftigt bin, an das, was in Montpellier so auf mich zukommen wird und werde immer nervöser. Die letzten Monate und Wochen habe ich mit meiner Familie und meinen Freunden ausgekostet, da der Schulstress zum Glück nach dem bestandenden Abitur von mir abgefallen ist. Doch die Zeit rennt davon und ich versuche jede verbleibende Minute mit Freunden und Familie zu genießen. 

Ich freue mich, wenn ihr meine Zeit in Frankreich mit verfolgt! Ich werde euch auf dem Laufenden halten ;)

Je vous embrasse,
Lea