Freitag, 27. September 2013

Über den Dächern Montpelliers

Frühstück auf dem Corum

Woooow! Ein Helikopter!
Ich war tierisch erschrocken, als ich den Helikopter über mir hörte, denn ich befand mich gerade auf einem Helikopterlandeplatz und man konnte den Hubschrauber durch die Wolkendecke nicht sehen. Dies lag meinem schlechten Gewissen zugrunde, denn das Betreten der Fläche war eigentlich verboten.




















Hilfeeeee! Ich falle!



Dienstag, 24. September 2013

Nîmes und Café Margelle

Arènes
Gestern haben Ute und ich einen Tagesausflug in die nicht weit entfernte Stadt Nîmes gemacht. Eigentlich ist disee Stadt Montpellier sehr ähnlich: Es gibt ebenfalls eine Esplanade Charles de Gaulle, überall stehen Platanen, es gibt so gut wie nur Einbahnstraßen und unglaublich viel zu sehen. Allerdings bemerkt man schnell, dass Nîmes von den Römern geprägt ist und man viele Monumente und Überreste aus der Römerzeit findet. So zum Beispiel das Amphietheater (Arènes), in der noch immer Stierkämpfe stattfinden, der Temple de Diane oder der Tour Magne, der eins der wenigen Überbleibsel der ehemaligen Stadtmauer ist. Am meisten beeindruckt hat mich der Jardin de la Fontaine, der an den von Platanen umsäumten Quai de la Fontaine anschließt. Der Jardin ist ein riesiger am Hang angelegter Park, der ebenfalls an die Römerzeit erinnert. Wenn man einmal in Nîmes ist, sollte man auf jeden Fall beides gesehen haben! Die Altstadt ist jedoch verglichen mit der Montpelliers bei weitem nicht so verträumt und es gibt wenige kleine Gassen, die diesen besonderen südfranzösischen Charme besitzen. 

Pont du Gard
Da wir schon morgens früh in der Stadt angekommen sind, waren wir mittags schon fertig mit dem Touriprogramm. Wir hatten leider nicht bedacht, dass montags die Museen wie in Deutschland auch geschlossen haben. Sehr schade, denn die meisten sind kostenlos. Da wir also noch sehr viel Zeit übrig hatten, haben wir spontan beschlossen noch einen Abstecher zum Pont du Gard zu machen. Mit dem Bus braucht man nur etwa eine Dreiviertelstunde von Nîmes aus dahin und es kostet - wie anscheinend so ziemlich alle Busfahrten in Frankreich - 1,50 Euro. Wir waren ganz schön beeindruckt von dem Aquädukt! In der Abendsonne war es besonders schön. Wir haben uns den Pont von allen Seiten angeschaut, sind über die Brücke gelaufen und haben eine kleine Wanderung im angrenzenden Gebiet gemacht. Die Landschaft entlang des Flusses Gardon ist wunderschön und ich hätte stundenlang dort wandern gehen können. Leider hatten wir nur ungefähr zwei Stunden Zeit, da wir den letzten Bus wieder zurück nach Nîmes bekommen mussten.

Quai de la Fontaine
am Quai de la Fontaine
Quai de la Fontaine
Ute in Nîmes!
Ausblick aus dem Jardin de la Fontaine




Wir setzen unsere Tradition fort. Auf Bäume klettern, Klappe die Zweite. 




Pont du Gard
Le Gardon
Le Gardon
Ufer des Gardon
Lea und Ute am Pont du Gard


Heute waren wir das erste Mal beim Café Margelle dabei. Hierbei handelt es sich um ein Café für alle Menschen, dir gerade daran vorbei laufen, sich ausruhen oder einfach mit jemandem ganz ungezwungen reden wollen. Sie können Kaffee trinken und Plätzchen essen - und es ist ganz kostenlos! Ich finde, das ist eine wirklich tolle Idee und ich war überrascht, wie viele Leute dieses Angebot genutzt haben. Vor allem sind moslemische Menschen und welche aus sozial schwächeren Schichten gekommen und haben sich zu uns gesetzt. Das liegt in erster Linie daran, dass dieses Café in einem Stadtviertel ist, wo viele Menschen aus dem Maghreb wohnen. Unsere Aufgabe ist es dabei, den Leuten etwas zu Trinken anzubieten und sich mit ihnen zu unterhalten. Wir werden allerdings wahrscheinlich nicht allzu oft dort mitarbeiten, da immer sehr viele freiwillige Mitarbeiter da sind und wir dann zu viele wären. Das finde ich eigentlich ziemlich schade, denn ich finde, das ist echt eine tolle Sache!

Heute Abend war ich zum zweiten Mal beim Handballtraining. Der Trainer hat mich zu einer anderen Mannschaft, zum Equipe national 3, geschickt, wo ich morgen einmal mittrainieren werde. Er möchte nämlich rausbekommen, welches Niveau ich habe. Denn die Ligen in Frankreich heißen ganz anders als in Deutschland und ich konnte nicht erklären, in welcher Liga ich normalerweise gespielt habe. Ich bin ja so aufgeregt!

Sonntag, 22. September 2013

Montpellier Vipers

Nach dem Eishockey-Training
Freunde, das werdet ihr mir nie glauben! Ute und ich waren heute beim Eishockey-Training!!! Bei einer Außentemperatur von rund 30°C haben wir uns in der Eishalle auf den Schlittschuhen und mit Stock in der Hand versucht. Zuerst waren wir etwas erschrocken und eingeschüchtert, denn als wir die Kabine betraten fanden wir ausschließlich Jungen und Männer vor. Tja, Eishockey ist halt nicht der beliebteste Sport bei Mädchen und Frauen. Wie dem auch sei, wir haben es natürlich trotzdem gewagt und haben etwas erleichter festgestellt, dass wir erstens doch nicht die einzigen Mädchen waren (es haben noch zwei Mädels mittrainiert) und zweitens, dass wir nicht die schlechtesten waren und noch ein paar andere Anfänger da waren. Wer mich gut kennt, ist wahrscheinlich wenig überrascht, dass ich Eishockey ausprobiert habe, denn das wollte ich immer schon mal machen. Am Anfang haben wir ein paar Übungen gemacht, um vorwärts und rückwärts laufen zu können und wir wurden mit dem Stock und dem Puck vertraut gemacht. Das Laufen und die Übungen waren noch gut zu meistern, mit dem Stock und dem Puck wurde es dann aber doch etwas komplizierter. Am Ende haben wir sogar ein richtiges Spiel gemacht mit gemischten Mannschaften. Das heißt, dass da die "débutants débutants", wie wir genannt wurden (also die absoluten Anfänger), mit den Fortgeschrittenen zussammen gespielt haben. Es hat richtig Spaß gemacht und ich werde nächste Woche wahrscheinlich wieder zum Training gehen, denn ich überlege, ob ich nicht das Jahr lang tatsächlich hockey sur glace spielen soll, was ich mir immer gewünscht habe. On verra. Aber wie komisch das war, nach dem Training raus in die pralle Sonne zu kommen! Man hat fast einen Hitzeschlag bekommen.

Allerdings haben wir heute nicht nur Freizeit gehabt, sondern sind schon früh morgens aufgestanden und haben beim Babel Café (so etwas wie die Tafel) mitgearbeitet. Weil es für uns beide heute das erste Mal war, haben wir noch nicht so viel mithelfen können, sondern sollten uns alles anschauen, damit wir beim nächsten Mal wissen, wie alles funktioniert. Trotzdem haben wir heute schon tausende Sandwiches geschmiert und verteilt.

Samstag, 21. September 2013

Ich bin verliebt...!

...in mein neues Leben!

Hallo ihr Lieben,

jetzt melde ich mich auch mal wieder. Es ist soooooo viel passiert in den letzten Tagen! Aber alles der Reihe nach. Am Dienstag waren wir das erste Mal beim Radio, welches der Kirche gehört. Dort werden Ute und ich bald auch mitarbeiten. Wir haben uns an dem Tag aber erstmal alles zeigen lassen und haben bei einem Interview mit einer Pfarrerin aus Montpellier, die Deutsche ist und mit der wir auch sehr viel zusammenn arbeiten, zugeschaut und zugehört. Aber bis wir beide wirklich selber solche Interviews im Radio führen können wird es noch etwas dauern, denn wir müssen noch ein wenig viel an unseren Französisch-Kenntnissen pfeilen. Bis dahin werden wir quasi "Praktikanten" sein und uns alles anschauen, damit wir, wenn es dann so weit ist, auch wissen, wie alles funktioniert. 
Nach dem Termin beim Radio hatten wir ein bisschen Pause bis wir nachmittags ein Rendez-vous mit dem Koordinator der Organisation "Alisée" hatten. Ute und ich haben uns nämlich überlegt, dass wir auch noch gerne Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung für Kinder aus sozial schwächeren Schichten machen wollen, da wir in unserem bisherigen Arbeitsplan noch genügend Platz und Zeit haben. Damit haben wir Donnerstag auch schon direkt angefangen. Hierzu aber später mehr.

Der Mittwoch könnte mit dem arbeitsfreien Montag mein Lieblingstag in der Woche werden. Diesen Mittwoch haben wir uns zunächst mit der deutschen Pfarrerin Christine, die allerdings schon seit (lass mich nicht lügen, ich glaube) 14 Jahren in Frankreich lebt, zum Kaffee getroffen. Ich möchte zunächst einmal einige Vorurteile aus dem Weg räumen: Christine ist erst 38 Jahre jung, macht sehr viel Sport und sieht überhaupt auch gar nicht aus wie eine Pfarrerin, zumindest eben nicht so, wie die meisten sich in Deutschland eine Pfarrerin vorstellen würden. Aber das trifft eh auf die wenigsten hier in Frankreich zu. Wir haben uns ziemlich lange über unsere Jugendgruppen und die Konfigruppen unterhalten, bei denen wir zusammen arbeiten und haben ganz viele tolle Ideen für das Jahr gesammelt. Es war aber auch richtig schön mal die Zeit zu haben sich mit ihr in Ruhe über Privates unterhalten zu können. 
Anschließend sind wir zusammen zum ersten Treffen des KT gegangen. Ich muss sagen, dass mir die Gruppe richtig gut gefällt! Alle sind super nett, motiviert und engagiert gewesen. Es scheinen auch wirklich alle freiwillig und gerne dort zu sein, denn die Stimmung ist um vieles besser als in meiner ehemaligen Konfigruppe in Deutschland - gar nicht zu vergleichen. Die Kinder sind im Alter von elf bis 15 Jahren, denn hier in Frankreich dauert der Konfiunterricht anders als in Deutschland ganze vier Jahre. Ute und ich haben wieder Spiele mit der Gruppe machen dürfen und uns wurde sogar ein Teil der Gruppe anvertraut, mit dem wir ganz alleine einen Bibeltext bespochen und Diskussionen geführt haben, wobei ich wirklich überrascht war, wie sehr die Kinder bei der Sache waren und wie tolle Gedankengänge und Ideen sie hatten. Also der Mittwoch war bisher wirklich einer der besten Tage. Ich hatte so viel Spaß bei der Arbeit und kann es kaum erwarten endlich wieder Mittwoch zu haben.

Donnerstag. Der Donnerstag war ein ziemlich langer Tag und reich an verschiedenen Terminen. Zuerst waren wir wie immer bei der Culte-pause und haben uns diesmal auch mit in den Gottesdienst gesetzt. Das muss man sich jetzt aber ganz anders als einen normalen Gottesdienst vorstellen. Erstens: es ist Donnerstag und nicht Sonntags und die Messe fängt um 12:30 Uhr an und geht eine Stunde lang. Zweitens: der Gottesdienst ist nicht in der Kirche selbst, sondern je nach Wetterlage draußen im Hof der Kirche oder in einem kleinen Hinterraum, der an die Kirche angeschlossen ist. Drittens: wir waren zu zwölft im Gottesdienst. Aber es ist wirklich etwas ganz Besonderes gewesen. Es wurde nämlich sehr viel gesungen und statt einer Predigt oder ähnlichem hat der Pfarrer Luc-Olivier eine Textstelle aus der Bibel vorgelesen und anschließend haben alle darüber fast eine Stunde lang diskutiert. Das war wirklich spannend zu hören, wie die Menschen über den Bibelauszug gedacht haben. Und mich hat auch überrascht, wie enthusiastisch der Pfarrer dabei war. So etwas kenne ich überhaupt nicht aus der Kirche in Deutschland...
Kurze Zeit später ging es dann los zum "soutien scolaire" (Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung). Ute und ich haben zunächst jeweils ein Mädchen im Grundschulalter zugeteilt bekommen, das wir unterstützen sollten. Es war gar nicht so schwer die Kinder zu verstehen, ihnen aber dann die Hausaufgaben und Übungen zu erklären war gar nicht so leicht. Dennoch hat es sehr gut geklappt und mit der Zeit wird es ja auch immer einfacher werden.
Direkt im Anschluss hatten wir Donnerstag auch das erste Mal Groupe étudiant, also eine Studentengruppe, die alle 14 Tage statt findet und bei der wir als Animateure mitarbeiten. Leider war diese Woche außer Ute, mir und der Leiterin nur noch eine weitere Studentin da. Aber Ute und ich haben jetzt ein paar Studenten, die wir kennengelernt haben, angequatscht und ich bin sicher, dass nächstes Mal mehr Leute dabei sein werden. 

Gestern Abend war ich hier das erste Mal beim Handballtraining. Die Mädels waren auch alle sehr nett und es hat unglaublich gut getan mal wieder Handball zu spielen. Das Schöne am Sport ist, dass man nicht jedes Wort verstehen muss und trotzdem super mitmachen kann. Jetzt weiß ich auch endlich, wie meine Position auf Französisch heißt. Ich werde mir wahrscheinlich aber noch eine weitere Handballmannschaft anschauen, bevor ich mich entscheide, wo ich spielen möchte.

Heute war das Wetter wieder besser als die letzten Tage. Nicht, dass das Wetter irgendwie schlecht gewesen wäre. Es war halt nur nicht mehr ganz so warm (ich rede von 23-24°C) und relativ windig. Heute hatten wir allerdings wieder 30°C und beinahe gar keinen Wind. Das perfekte Wetter also, um an den Strand zu gehen!



Montag, 16. September 2013

Culte de rentrée

Gestern war also der besagte Gottesdienst, mit dem die Gemeindearbeit jetzt wieder beginnt und die Sommerpause offziell beendet ist. Morgens um kurz vor 10°° Uhr haben Ute und ich uns auf den Weg zur Kirche gemacht. Laut unserer Mitbewohnerin ist das der am besten besuchte Gottesdienst nach Ostern. Das war merkwürdig, denn die Kirche war nichtmal komplett gefüllt. Aber wenn man bedenkt, dass es hier auch ganz normal ist, dass man in einem normalen sonntäglichen Gottesdienst mit nur zehn Leuten in der Kirche sitzt, ist es wiederum nicht sehr verwunderlich. Schließlich sind auch nur rund drei Prozent der Franzosen evangelisch!

Wir zwei wurden der Gemeinde vorgestellt und haben uns während der Messe um die kleinen Kinder gekümmert, für die das Ganze zu langweilig wäre. Es war gar nicht so einfach die Kinder zu bespaßen. Wir hatten anfangs nur zwei vier- bis fünfjährige Jungen, die sich schon kannten und ziemlich wild gespielt haben und einen weiteren kleinen Jungen, der niemanden kannte und unglaublich schüchtern war. Er wollte nicht mit den anderen oder mit uns spielen, aber er wollte auch nicht sagen, was er sonst machen wollte. Es war ziemlich schwierig die drei unter einen Hut zu bekommen. 

Nach der Kirche gab es ein großes Mittagessen mit der ganzen Gemeinde in "La Gerbe". Dazu wurden selbst gemachte Speisen mitgebracht, wodurch ein riesiges Buffet entstand. Das sah alles so lecker aus! Ich hätte am liebsten alles probiert, aber dann wäre ich wahrscheinlich geplatzt. Auf jeden Fall hat alles sehr gut geschmeckt, was ich gegessen habe. Dort haben Ute und ich auch ganz viele Erasmus-Studenten getroffen. Einige kamen aus Deutschland, andere aus England und den Niederlanden. Alle waren super nett und ich hoffe, dass wir uns mal wiedersehen werden, woran ich keinerlei Zweifel habe. Denn so groß ist Montpellier gar nicht. Immer wieder trifft man auf der Straße irgendwelche Leute, die man schon mal irgendwo gesehen hat oder die man kennt.

Nachmittags wurde dann von den vier Pfarrern ein Spiel mit der ganzen Gemeinde gespielt. Es gab verschiedene Stationen, an denen die Gemeinde spielerisch ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln sollte. Während Ute für den musikalischen Stand eingeteilt war, wo sie mit den Leuten neue Strophen für ein Kirchenlied texten sollte, war ich für den aktiven Stand eingeteilt. Zusammen mit der Pfarrerin Titia habe ich mich um den Stand gekümmert, wo die Leute mit verbundenen Augen bzw. mit zusammen gebundenen Beinen einen Parcour laufen oder sich auf Stelzen trauen mussten. Das hat mir richtig viel Spaß gemacht die Kinder und Erwachsenen dabei zu unterstützen. Gegen 17°° Uhr war unser Arbeitstag dann zu Ende. Es war ein wirklich toller Tag und ich habe sehr viel Spaß bei der Arbeit gehabt.

Place de la Canourgue
Heute hatten wir wie jeden Montag unseren freien Tag. Eigentlich hatten wir vor an den Strand zu fahren, aber das Wetter hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es war heute relativ kühl und hat einmal kurz geregnet. Wir haben uns also spontan dazu entschieden noch ein wenig durch die Altstadt zu laufen und die Gassen und verborgenen kleinen Plätze zu entdecken, die wir bisher noch nicht gesehen hatten. Als wir an der Place de la Canourgue gesessen haben, habe ich mich wie in einem französischen Film gefühlt.



Ausblick von der Place de la Canourgue
 
Medizinische Fakultät

Streetart, die mich überzeugt hat


Samstag, 14. September 2013

Was?! Schon zwei Wochen sind wir hier?



Heute habe ich gelernt, wie man über das Wasser geht. Es ist gar nicht so schwer! Und wir haben mittlerweile bemerkt, dass sich wirklich viele der Vorurteile über Franzosen bestätigen lassen: So sieht man jeden Tag irgendwo ganz viele Menschen Pétanque spielen, nicht nur die älteren, sondern auch junge Leute spielen mit. Baguette, Wein und Käse steht hier immer auf dem Tisch. Die Südfranzosen nehmen wirklich alles ziemlich locker, das Wetter hier ist sonnig warm und wir haben auch schon einige Franzosen, die typisch französisch aussehen.

Gestern haben wir erstmal die Wohnung auf Hochglanz gebracht. Wir haben einen Putzplan mit unseren colocs (Mitbewohnern) erstellt und somit war ich gestern für das Wohnzimmer und das Fernsehzimmer zuständig. Es hat ein paar Stunden gedauert, bis die dicke Staubschichten abgetragen waren. Das Putzen wurde zuvor anscheinend nicht allzu ernst genommen. Umso mehr hatte ich ein Erfolgserlebnis, als man aus dem Fenster schauen konnte und die Welt draußen ganz klar und nicht verschwommen sehen konnte. Es hat sich also gelohnt!

Am Abend hatten wir dann das erste Mal groupe de jeunes. Es war super schön die ganzen Jugendlichen kennenzulernen. Ich habe gestern mein erstes Spiel auf Französisch erklärt, was gar nicht so einfach war, aber ich wurde verstanden. Die Gruppe macht auf mich einen sehr netten Eindruck und wir haben ein paar Jugendliche von dem Camp in den Cévennes wiedergetroffen. Es verspricht eine ganz tolle Zeit mit der Groupe de jeunes zu werden, auf die ich mich schon sehr freue!

Phare de la Méditerranée
Heute Nachmittag sind Ute und ich nach Palavas-les-Flots gefahren. Dort haben wir einen alten Wasserturm besichtigt, von dem aus man einen unglaublichen Ausblick über die ziemlich touristische Hafenstadt, sowie das Meer und die Etangs hat, die den Ort umschließen. Am Horizont kann man sogar die Berge der Cevennen erkennen. Auf dem Rückweg gab es einen kleinen Zwischenfall an der Bushaltestelle, als Ute von einer Französin beschimpft und mit Schlägen bedroht wurde. Die Situation haben wir aber schnell in den Griff bekommen und eigentlich war es einfach nur lustig, weil wir keine Ahnung haben, wieso die Frau so wütend auf uns war. 





Morgen findet der „culte de rentrée“ statt. Das ist ein großer Gottesdienst, mit dem das Ende der Sommerpause gefeiert wird. Das heißt, dass ab morgen in der Gemeinde alle Aktivitäten wieder anfangen. So werden auch Ute und ich jetzt richtig anfangen zu arbeiten, worauf wir uns schon sehr freuen. Aber davon werde ich euch nach Sonntag mehr erzählen.

Hafen von Palavas-Les-Flots
Aussicht vom Wasserturm über Palavas
Aussicht vom Wasserturm über Palavas
Strand von Palavas



... der Berg da hinten im Hintergrund (Pic Saint Loup) ist eins meiner großen Ziele in dem Jahr hier. Den sehe ich auch von Montpellier aus immer, wenn ich im Parc Peyrou sitze. 



Jetzt sind Ute und ich schon seit mehr als zwei Wochen hier. Einerseits fühlt sich das schon echt lange an, weil wir hier schon so viel erlebt und uns eingelebt haben. Andererseits sind es nur gute zwei Wochen, die wir hier sind und das ist echt nicht viel. Die Zeit rennt nur so davon.