Dienstag, 3. September 2013

Atemberaubender Tag im "Jardin des Plantes"



Heute hatten Ute und ich den Tag nochmal frei. Wir mussten erst abends zur Arbeit. Es stand der zweite Versuch bei der Bank an, um ein Konto zu eröffnen, da wir die geforderten Papiere gestern noch zugeschickt bekommen haben. Etwas enttäuscht mussten wir feststellen, dass diese immer noch nicht reichen und weitere Dokumente erforderlich sind. Wie kompliziert das hier ist! 

Wunschbaum
Da wir heute den Tag bis abends noch frei hatten, sind Ute und ich in den „Jardin des plantes“ gegangen, nachdem wir uns einen Film auf Französisch angesehen haben. Als wir beide durch den botanischen Garten liefen, brachten wir nichts anderes als „Wow!“, „incroyable!“, „das ist ja wunderschön!“ und merveilleux!“ hervor. Wir waren so begeistert von dem Garten. So einen schönen botanischen Garten habe ich wirklich noch nie gesehen und selbst jetzt fehlen mir noch die Worte. Dort werden Ute und ich sicherlich noch viele Stunden in unserem Jahr verbringen. Man kann einfach super zur Ruhe kommen und hat doch noch ein schönes Fleckchen Grün in der recht grünflächenarmen Stadt Montpellier. Hier sollte man auf jeden Fall einmal drin gewesen sein, wenn man zufällig mal in Montpellier ist. Wir haben dort auch einen sehr urigen Baum gefunden, in den man ein Zettel mit seinen Wünschen drauf hineinsteckt. Das haben wir beide natürlich sofort ausprobiert.


Auf dem Nach-Hause-Weg haben wir uns durch kleine Gässchen geschlagen; immer der nächsten schönen Straße nach, egal wohin sie auch führt. Am Ende sind wir auf einer Straße ausgekommen, wo wir noch nie zuvor waren und auch das Stadtviertel erkannten wir nicht. Letztendlich sind wir nicht einmal in die richtige Richtung zu unserer Wohnung gelaufen – sondern genau in die entgegengesetzte – und mussten dann ein ganzes Stück wieder zurück laufen. Allerdings haben wir so die schnuckligen Gassen mit sehr tollen und extravaganten Geschäften gefunden. Hier werden wir definitiv noch einmal für einen Bummel herkommen.

Um 20:30 Uhr fing unsere Arbeit heute an. Wir haben nämlich nicht die ganze Zeit frei und da heute die Schule wieder begonnen hat hier in Südfrankreich, fängt auch bei uns in der Kirche das Programm langsam wieder an. Heute stand ein Treffen mit den Pfarrern Luc-Olivier und Jean-Pierre, sowie drei weiteren Mitarbeitern an. Zusammen wurde der Konfirmandenunterricht besprochen und geplant und Ute und ich wurden unserer Konfigruppe zugeordnet. Ich werde in diesem Jahr mit den jüngeren Konfirmanden im Alter von 11-12 Jahren arbeiten, Ute mit den älteren. Ich war sehr überrascht, wie gut man den Gesprächen folgen konnte. Wir haben alles verstanden! Die réunion hat auch ziemlich viel Spaß gemacht, weil die Pfarrer hier wirklich lustig sind. Bei frischen Feigen und Brombeeren ließ sich der Abend sehr gut aushalten. Gegen 23:00 Uhr waren wir dann wieder zu Hause und freuen uns jetzt schon auf unser Bett.

Hier noch ein paar Eindrücke aus dem "Jardin des Plantes":


















Morgen haben wir erneut einen freien Tag, bevor ab Donnerstag unsere mehr oder weniger geregelten Arbeitszeiten einsetzen werden. Deshalb werden wir morgen erneut einen Versuch bei der Bank wagen, nachdem wir die weiteren Dokumente noch heute Abend erhalten haben. Mal sehen, was der morgige Tag so bringt…

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