Hallo ihr Lieben,
gestern Nachmittag bin ich erst wieder von meinem zweiten Feriencamp hier in Frankreich gekommen. Diesmal ging es nach Sète und zwar mit den ganz Kleinen. Sète ist eine Hafenstadt, etwa eine Dreiviertelstunde von Montpellier entfernt und die Kleinen, das sind die Kinder zwischen sieben und zehn Jahren, die in Montpellier und rund herum in den Stadtteilen zur Ecole biblique gehen. Sonntag Morgen ging es los. Wir wurden von Francoise, einer Oma von einem kleinen Mädchen, freundlicherweise dorthin mitgenommen. Während des Camps haben die Kinder die Geschichte von "Jona und dem Wal" entdeckt.
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| ein paar Mädels beim Basteln |
Die Pfarrer Titia und Luc-Olivier, sowie weitere Animateure haben die Kleinen in den drei Tagen in eine ganz andere Welt, nämlich in die Welt von Jona getaucht. Von morgens bis abends, jeden Tag, ob beim Essen oder während der Programmpunkte - ständig waren die Kinder Teil der Geschichte. Angefangen hat alles mit verschiedenen Aufgaben wie zum Beispiel mit Hilfe eines Seils auf einen Baum klettern, Quietscheentchen angeln oder ein Seemannslied singen, um zu beweisen, dass sie gute Matrosen sind. Das erste Abendessen war "à l'envers", das heißt, dass wir mit dem Dessert angefangen haben, darauf der Käse, die Hauptspeise und zu guter Letzt die Vorspeise folgten. Während des Essens wurde ein Gewitter durch verschiedene Geräusche imitiert und einige Kinder stellten erschrocken fest, dass in ihren Gläsern Meerwasser war. Und natürlich durfte auch Jona nicht fehlen, den die Kinder in einem riesigen, von Ute und mir gebastelten Boot sitzend fanden. Was waren alle überrascht, als dieser Jona plötzlich anfing etwas auf Deutsch zu brabbeln, was natürlich niemand außer Ute ganz zufällig verstehen und für alle übersetzten konnte! Nicht zu vergessen ist aber auch Capitaine Yves, der seine Rolle wundervoll spielte.
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| Gruppenfoto |
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| Da haben die Kinder Jona im Boot gefunden! |
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| Ein Matrose muss auch den Segelmast hoch klettern können. |
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| Etoiles du sud |
Es wurde viel gespielt, gesungen und gebastelt - und wirklich alles hatte Bezug zu der Bibelgeschichte! Ich habe ein Atelier geleitet, bei dem die Kinder "étoiles du sud" aus Wolle hergestellt haben. Ich selbst war anfangs gar nicht so angetan davon, weil ich die Teile relativ hässlich und unnütz fand. Die Kinder sind aber tierisch darauf abgefahren und haben gar nicht mehr aufgehört diese Dinger zu machen! Und das steckt natürlich an. Ich weiß zwar immer noch nichts damit anzufangen, aber es hat mir so viel Spaß gemacht mit den Kleinen zu basteln und es hat mich so gefreut, dass sie alle so viel Spaß daran hatten. Bis zum letzten Tag und zur letzten Minute des Camps musste ich mit den enfants weitermachen.
Es wurde sogar ein riesiger Fisch von Yves gebastelt, durch dessen Maul man in seinen Bauch gelang. Unterstützt durch Meeresrauschen und andere gluckernde Geräusche wurde eine Atmosphäre wie in einem Walbauch geschaffen. Dort wurde dann den Kindern gezeigt, was es heißt zu beten und dass jeder es auf seine Weise machen kann. Ich erinnere mich noch an die Frage von Manon: "Hört Gott mein Gebet denn auch, wenn ich im Kopf bete?" Es wurde sogar ein Mann von der Wasserwacht eingeladen, der von seinen Erfahrungen beim Retten von Menschen in Seenot berichtet hat. Geendet hat alles mit einem kleinen Gottesdienst für die Familien von den Campteilnehmern, sowie mit einem gemütlichen, typisch französischem repas partagé.
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| auf in den Bauch des Wales |
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| ...auf der Suche nach Jonas. Lebt er noch? |
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| Einen Turm zu bauen auf einem schiefen Untergrund ist gar nicht so einfach, aber auch Aaron, le minuscule, hat es geschafft! |
Fazit: Das Camp war insgesamt ganz schön anstrengend, weil man wirklich fast 24 Stunden lang die Kinder beschäftigen und beaufsichtigen muss und nachdem man sie mit Mühe in die Betten gebracht hatte, stand immer noch eine Besprechung unter den Animateuren über den nächsten Tag an. Diese hat dann meistens auch noch ziemlich lange gedauert und danach sind wir alle tot ins Bett gefallen. Aber auch wenn es anstrengend war, hat es einfach unglaublich viel Spaß gemacht mit den Kindern zu spielen! Das Camp war super gut und nie langweilig. Die Arbeit mit den Kleinen macht echt viel Spaß und ich würde so gerne mehr auch mit Kindern arbeiten, denn die kommen in unseren Terminen nur sehr selten vor... Glücklich und zufrieden bin ich also vom Mini-camp wieder gekommen und kann die weiteren Camps kaum erwarten!
Hier könnt ihr euch ganz viele Fotos anschauen und auch noch mehr über das Camp erfahren! Unser Kapitän Yves hat alles dokumentiert und hat die Kinder selbst zu Wort kommen lassen.
Blog vom Mini-camp
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