Freitag, 25. April 2014

Maison de retraite - "Ich habe Blumen für Sie!"

Das habe ich euch glaube ich noch gar nicht erzählt! Seit ein paar Wochen arbeite ich nun schon im Altersheim "maison de retraite protestante" mit. Ute und ich hatten uns die zusätzliche Ehrenamtlerstelle dort selber besorgt und gehen seitdem zweimal die Woche dorthin. Wir helfen bei den Kochworkshops mit. Mittwochs ist immer Suppe kochen angesagt. Es wird eigentlich immer die gleiche Suppe gemacht - Gemüsesuppe. Das Gemüse variiert dabei nur sehr geringfügig. Ich bin auch nicht dafür zuständig das Gemüse zu schneiden, sondern ich soll die Heimbewohner dabei untersützen, das Gemüse selber zu schälen und zu schneiden. In dem Workshop sind meistens um die sieben Leute, eigentlich nur Frauen, die wirklich arbeiten. Es sitzen aber immer noch sehr viele andere Menschen in der Küche oder um den Tisch herum. Eine Leiterin des Kochkurses hat uns mal erklärt, dass es auch wichtig für die Leute ist, die nur drumherum sitzen, zuzuschauen oder einfach nur anwesend zu sein. So nehmen sie sozusagen auch am Kurs teil. Viele von ihnen sitzen allerdings bloß auf ihren Stühlen oder in ihren Rollstühlen und schlafen.

Freitags machen wir ein Kochatélier (Kurse oder workshops heißen in Frankreich "atélier") im kleineren Kreise. Dahin kommen etwas weniger Frauen und wir sind meistens in einer kleineren Küche. Gekocht wird dann ein Essen, das sich die Teilnehmer selber ausgesucht haben oder etwas, was gerade in die Jahreszeit oder zu einem bestimmten Anlass passt. So haben wir zum Beispiel einmal einen Geburtstagskuchen gebacken oder Erdbeermarmelade gemacht, weil gerade Erdbeerzeit ist. In diesem Kurs sind die Frauen meistens noch fitter und können größtenteils selbstständig arbeiten. 

In dem Suppenatélier ist das oft anders. Dort sind auch viele Teilnehmer, denen man genau zeigen muss, wie man mit einem Kartoffelschäler das Gemüse schält, eine andere will ständig die Kartoffelschalen aufessen, wieder eine andere Frau kann nicht einmal mehr ein Messer oder einen Schäler selber in der Hand halten. 

In den Kursen sind auch nicht immer die gleichen Leute. Natürlich gibt es einige, die immer kommen, aber es sind auch immer Menschen da, die wir zum ersten Mal dort sehen. Ich glaube, es ist ganz gut, dass Ute und ich die Heimbewohner noch nicht so gut kennen, denn so probieren wir immer bei allen aus, was sie noch schaffen. Manchmal drücken wir dann auch Frauen, die eigentlich nur noch zuschauen können, einen Kartoffelschäler in die Hand und bemerken kurz darauf, dass diese Person gar nicht mehr in der Lage ist mitzuhelfen. Allerdings hat sich unsere Unwissenheit über die einzelnen Teilnehmer auch schon ausgezahlt. So haben wir z.B. einmal einer Frau einen Schäler und eine Kartoffel gegeben und sie hat die Aufgabe ganz gut bewältigt. Als dann die anderen Mitarbeiter hinzukamen, waren alle sehr überrascht und erstaunt, dass diese Frau tatsächlich die Kartoffeln schälte! Das hätte ihr niemand von denen zugetraut. So gesehen war es richtig gut, dass wir die Leute nicht so gut kennen und allen am Anfang immer alles zutrauen. 

Neben dem Kochen helfe ich eigentlich nur noch bei Kleinigkeiten wie beim Spülen nachher, manchmal füttere ich ein paar Bewohner, die nicht mehr eigenständig trinken können oder man begleitet jemanden zu den Gänsen im Garten und füttert diese mit den Gemüseschalen aus dem Kochkurs. Ansonsten sind die Gespräche mit den Bewohnern sehr wichtig. Es ist sicherlich schön für sie, mal neue Gesichter zu sehen und sich auch mit jüngeren Menschen unterhalten zu können. Ich finde es bemerkenswert, wie rücksichtsvoll die Kursteilnehmer miteinander umgehen und sich gegenseitig unterstützen. Allerdings gibt es auch zwei Frauen, die sich anscheinend nicht so gut verstehen und es immer unglaublich lustig, wenn die beiden aufeinandertreffen! 

Auch das Klima zwischen Mitarbeitern und Heimbewohnern ist sehr gut. Es wird viel untereinander rumgescherzt und sehr liebevoll miteinander umgegangen. Mich hat auch beeindruckt, wie viele Mitarbeiter es insgesamt in dem Altersheim gibt! Normalerweise ist ja nie genug Zeit für die Bewohner, aber in dem Heim habe ich wirklich das Gefühl, dass sich jeder gerne die Zeit für einzelne Personen nimmt und es genug Personal gibt. Selbst die Köche kennen die Bewohner recht gut und machen Witze mit ihnen.

Besonders witzig ist der Krankengymnast Thibault. Er läuft ständig überall herum und "klaut" sich immer kurz eine Person, macht Übungen mit ihr und bringt sie dann wieder zurück. Einmal, als er eine demente Frau wieder zurück zum Kochatélier brachte, reichte er ihr den Strauch Sellerie und meinte, es wäre ein Blumenstrauß - extra für sie. Die Frau hat sich unglaublich darüber gefreut und war richtig gerührt. Da sie eh' nicht mehr richtig zurechnungsfähig ist, hat es sie nachher auch gar nicht gestört, dass er den Strauß einfach wieder zurück zu dem anderen Gemüse legte. Auch für die anderen Kursteilnehmer, die noch fit im Kopf sind, war die Situation sehr amüsant.

Das Altersheim ist übrigens wunderschön, mit Garten, Gänsen und Hühnern und sehr gemütlich eingerichtet. Wenn ich mal alt sein werde, dann würde ich am liebsten auch in dieses Heim gehen. :)


Dienstag, 22. April 2014

Joyeuses Pâques!

Frohe Ostern ihr Lieben!

Die Ostertage waren sehr schön und mehr oder weniger entspannt. Angefangen hat alles schon in der Woche vor Ostern und zwar mit dem Basteln von 130 Papiertütchen für den Ostergottesdienst. Karfreitag veranstalteten wir einen ökumenischen Taizéabend in Jacou und legten Samstag sozusagen erstmal eine Osterpause ein. Da ging es nämlich mit Utes Patentante und ihrem Mann zum Lac du Salagou. Für mich war es nun schon der zweite Besuch dort. Der tiefblaue See liegt in einem Tal mit wüstenroten Felsen. Verglichen zum Landschaftsbild im Herbst, blühten diesmal hunderte verschiedene Blumensorten, die Bäume waren wunderschön grün, die Feigen sind bereits auf dem besten Weg zu reifen und es duftet! In der Nebensaison ist am See schön wenig los, man begegnet gelegentlich anderen Wanderern oder Mountainbikern. Perfekt, um einfach mal einen Tag die Sonne, die Ruhe und die Natur zu genießen. 

Lac du Salagou

leider noch nicht reife Feigen - da muss ich wohl noch bis Juni warten...

Ute ♥

Ich liebe Esel! :)


Ostersonntag waren Ute und ich nach dem Gottesdienst bei einer niederländischen Familie zum Essen eingeladen. Und so international war auch der Besuch, denn außer Ute und mir waren auch noch Christine, die deutsche Pfarrerin, und eine "echte" französische Familie da. Typisch französisch verbrachten wir den ganzen Tag mit essen. :D

Ostermontag feierten wir mit unseren Mitbewohnern in der WG. Nach einem ausgedehnten Brunch eröffneten wir die Ostereierwerkstatt und es wurden fleißig Eier kunstvoll bemalt. Das hat einen Heidenspaß gemacht! Ich muss sagen, dass meine Mitbewohner richtig kreativ sind. Aber natürlich haben wir uns auch das Verstecken der Ostereier nicht nehmen lassen.  Nacheinander war jeder dran, ein paar Eier irgendwo im Haus zu verstecken. Das allein war ja schon aufregend! Man wollte ja schließlich so gute Verstecke finden, dass das Finden der Eier möglichst schwierig für die anderen wird. Und dann ging's natürlich auf die Suche. Das war Ostereiersuchen für Fortgeschrittene! Kein Kinderspiel! Wir mussten feststellen, dass wir sooo gute Verstecke gefunden haben, dass wir letztendlich nur vier von zwölf Eiern ohne Hilfe wiederfanden!!! Weiter ging es dann mit geringen Hinweisen und als die Suche weiterhin sehr erfolglos blieb, wurde dann mit "warm", "wärmer", "heiß", "nee, wir schon wieder kälter" nachgeholfen. Aus dem Alter kommt man einfach nie raus. ;)

Meine herzallerliebste WG ♥ Ostereierwerkstatt (nur leider hat Lauriane gefehlt...)


Euch allen noch schöne Ferien und herzliche Grüße!

Eure Lea




Sonntag, 13. April 2014

Le roc du prédicateur

Gottesdienst
Ursprünglich sollten wir für heute die Animation für die Kinder übernehmen, allerdings hat es sich etwas geändert, sodass wir bloß an der Wanderung teilnahmen. Die Rede ist von einer ca. acht Kilometer langen Wanderung zum "roc du prédicateur" - dem Predigerfelsen. Zusammen mit der Gemeinde von Cournonteral (das ist ein Dorf außerhalb von Montpellier) machten wir uns auf den Weg. Ab Mittag, als der Wind auch langsam nachließ, wurde es richtig heiß. Man könnte meinen es wäre Sommer! Dabei ist doch erst April... Auf dem Weg duftete es überall wundervoll nach wildem Thymian. Nach geschätzt vier Kilometern kamen wir an besagtem Felsen an, wo ein Gottesdienst veranstaltet wurde. Es gefällt mir super gut, dass man hier im Midi (Südfrankreich) so gut einfach Gottesdienste unter freiem Himmel machen kann und es so schön warm ist. Das ist ein ganz anderes Feeling als in der Kirche. Anschließend gab es - wie immer - ein riesiges Buffet. Wir haben wieder mal einige neue Bekanntschaften gemacht. Ich mag es richtig gerne mich mit den Gemeindemitgliedern zu unterhalten und als Deutsche ist man doch immer noch ein kleines Highlight und alle wollen von einem wissen, wo man herkommt, was man hier macht und wie die Deutschen über die Franzosen denken. Es ist allerdings immer recht schwierig ihnen zu erklären, dass wir einen Freiwilligen Friedensdienst machen, denn in Frankreich ist ein FSJ oder ein Zivildienst nicht so üblich und die meisten können sich nicht vorstellen, dass wir noch nicht studieren, aber auch schon nicht mehr zur Schule gehen, sondern einfach nur ehrenamtlich arbeiten. Dennoch sind sie letztendlich alle begeistert davon, dass das in Deutschland viele junge Menschen machen. 


Aussicht auf den Prediktfelsen

Übrigens, warum der Felsen "Predigtfelsen" genannt wird: Das kommt aus der Zeit, in der die Protestanten hier in Frankreich verfolg wurden. Damals mussten sie sich verstecken und haben ihre Gottesdienste an geheimen Orten in den Cevennen abgehalten. Und an diesem Felsen ist ein solcher Ort gewesen. 

Donnerstag, 10. April 2014

Prof d'anglais

Wie ihr ja wisst arbeite ich hier ja auch beim soutien scolaire, also bei der Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe. Bisher war ich bei den Kindern der école primaire (Grundschule) und habe mich hauptsächlich um das Fach Mathe gekümmert. Auch wenn es um Grundschulstoff ging, war es manchmal doch schon eine Herausforderung, weil sie teilweise andere Rechenwege haben und diese anders aufschreiben als wir in Deutschland, wo man dann erstmal durchblicken und sich dran gewöhnen muss. Andereseits war es auch eine gute Auffrischung der Kopfrechenfertigkeiten!

Nach einem halben Jahr wollte Ute und ich jetzt aber mal ein anderes Fach ausprobieren. Ich hatte, um ehrlich zu sein, auch einfach keine Lust mehr auf Mathe. Wer mich kennt weiß, dass ich Mathe hasse. Jedenfalls haben wir gestern mit Englisch angefangen. Jetzt sind wir die neuen profs d'anglais! Wir geben jetzt einem Jungen und einem Mädchen aus der seconde (= 10. Klasse) Nachhilfe. Vorher hatte ich schon Sorge, dass ich den beiden vielleicht nicht wirklich was beibringen kann, da ich davon ausgegangen bin, dass sie ja in der Oberstufe sind und Analysen schreiben und so. Hinzu kam, dass ich jetzt ja schon über ein halbes Jahr kein bisschen Englisch mehr gemacht habe und nicht sicher war, ob meine Kenntnisse ausreichend dafür sind. Tja, wieso habe ich mir überhaupt Sorgen gemacht?! Es kam jedenfalls ganz anders als erwartet. Der Junge ist jedenfalls auf dem Niveau, dass wir mit ihm alle Grundlagen wiederholen müssen, d.h. die einfachste Grammatik und Vokabeln. Ich war wirklich überrascht, dass wir bei ihm von ganz vorne anfangen müssen. Aber das ist in Frankreich, glaube ich, gar nicht so selten. Ich möchte das jetzt nicht verallgemeinern, aber mir ist schon aufgefallen, dass viele Franzosen eher schlecht in Englisch sind. Ob das am Unterricht liegt oder an ihrer Einstellung, dass sie ihre Sprache wahren wollen und nicht die ganzen Anglizismen übernehmen wollen, weiß ich nicht. Besonders witzig ist es aber, dass wir auf Englisch einige Verständigungsschwierigkeiten mit dem Jungen haben. Nicht, weil er nur einen geringen Wortschatz hat (okay, das auch), sondern vor allem, weil wir einen ganz anderen Akzent im Englischen haben als die Franzsosen. In Frankreich versucht man nämlich immer alles französisch auszusprechen, auch Fremdsprachen. So hat er uns manchmal nicht verstanden, woraufhin Ute und ich immer überlegt haben, wie man das wohl mit französischem Akzent aussprechen würde.

Ich freue mich jedenfalls sehr, dass wir nun Englischnachhilfe geben dürfen und bin mal gespannt, wieviel wir den beiden Jugendlichen mitgeben können.
Dieses Poster habe ich übrigens letztes Jahr mal in einer unserer Kirchen entdeckt. Es hat mir irgendwie gefallen und es ist schon wahr, was darauf steht. Deshalb möchte ich es gerne mit euch teilen.

Übersetzung:                                      Dein Christ ein Jude
                                                              Dein Auto japanisch
                                                              Deine Pizza italienisch
                                                              Deine Demokratie griechisch
                                                              Dein Kaffee brasilianisch
                                                              Deine Ferien türkisch
                                                              Deine Zahlen arabisch
                                                              Deine Schrift lateinisch
                                                              Und dein Nachbar nur ein Ausländer?


Ich schicke euch ganz viel Sonne und Wärme! Liebe Grüße :)


Mittwoch, 9. April 2014

La dolce vita

vor der Grotte de Clamouse
Nun habe ich mich endlich dazu aufgerafft mal wieder etwas zu schreiben. Dabei haben wir gerade jetzt traumhaftes Sommerwetter. Die letzte Zeit war ich sehr beschäftigt. Nach meinem letzten Bericht wurden Ute und ich nämlich mit Besuch nur so überhäuft. Zuerst kamen drei Freunde von mir mich besuchen. Es war ein wunderschönes Gefühl, Janna, Leon und Timmy wiederzusehen! Allerdings war es nicht ein Gefühl, als hätte ich sie jetzt über sechs Monate nicht mehr gesehen, sondern vielmehr als wäre es gestern gewesen. Zusammen haben wir einige Ausflüge gemacht. Zum Beispiel an den Strand, nach Gignac und zur Grotte de Clamouse, nach Sète und eine Tour durch die Camargue haben wir auch gemacht. Ich habe die Woche mit ihnen so sehr genossen.

Wanderung auf den Col de l'Asclier
Im fliegenden Wechsel kamen Utes Eltern zu Besuch, mit denen wir zwei Tage in den Cevennen verbracht haben. Dort wohnten wir in einem genialen Ferienhaus auf einem Hügel, außerhalb des nächsten kleinen Dörfchens. Der Kontrast zu Montpellier hätte nicht krasser sein können. Raus aus dem Stadtleben und rein in die pure Entspannung. Man hörte nichts als das Flussrauschen und das Vogelgezwitscher. So viel Natur hat richtig gut getan. Mir fehlt am Stadtleben, dass mir eigentlich sehr gut gefällt, einfach die Natur, Bäume, Wiesen, Vögel. Ein bisschen Stille und ein bisschen Grün. Also nuten wir die Gelegenheit und verbrachten einen Tag wandernd. 

Und dann standen auch schon Jana und Marie, unsere Vorgängerinnen, vor der Tür. Zumächst war es ein richtig komisches Gefühl, dass sie auf einmal bei uns sind. Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, waren wir gerade auf Projektbesuch und waren Gäste bei ihnen. Ich weiß noch, wie ich sie bewundert habe, weil sie so gut Französisch gesprochen habe und ich weiß noch, dass ich damals noch nicht so viel verstehen konnte. Und jetzt war es genau andersherum. Jetzt wohnen wir hier und die beiden waren zu Besuch und wir konnten uns einfach mit ihnen auch auf Französisch unterhalten und die sprachlichen Differenzen erschienen mir so gering. Was aber besonders schön war, ist die Tatsache, dass wir uns endlich mal mit jemandem über unsere Arbeit austauschen und über gewisse Dinge zusammen lachen konnten. 

Tja, und zwischendurch stand auch noch das week-end KT an. Ein Konfiwochenende in Sommières. Unser Thema war das Leben nach dem Tod und die Auferstehung. Das Lied "Tears in heaven" von Eric Clapton und die riesige von Ute, Markus und mir gebastelte Tür waren der Leitfaden durch das Wochenendprogramm. Die Jugendlichen erstellten in einem Bastelworkshop verschiedene "boîtes d'espérance" (Hoffnungskisten) und überraschten mich dabei sehr mit ihrer Kreativität. Unglaublich, was die für gute Ideen hatten!

Meine Lieblingskiste war diese hier. Sie zeigt einen Baum in Kreuzform, der für Glaube und Leben steht, die Titanic, die statt unterzugehen wieder auftaucht und wenn man genau hinsieht, entdeckt man das durchgeschnittene Seil, was das Gegenteil von Tod symbolisiert. 







Ein Wochenende später fuhr ich mit Ute zum Cévenn'Kiff. Das ist ein regionales Jugendtreffen, was in Mèze stattfand. Dort waren wir nun zum ersten Mal selber nur Teilnehmer und nicht Betreuer. Wir lernten endlich den "berühmten" Eric Gallia kennen. Das ist ein Pfarrer, von dem ständig alle reden und der zusammen mit einem Pfarrer, der vorher hier in Montpellier war, selber sehr viele Lieder schreibt. Jetzt hatte ich also selber mal die Möglichkeit die ganzen Workshops etc. aus der Sicht eines Teilnehmers mitzumachen, was sehr viel Spaß gemacht hat. Am Ende machten wir noch zusammen einen Gottesdienst, der live im Internet übertragen wurde. Gottesdienst anschauen

Übrigens hat Ute auch eine Radiosendung gemacht, die vom camp de ski berichtet und wobei auch ich interviewed wurde. Hier könnt ihr euch die Sendung gerne anhören, wenn ihr mögt. Radiosendung camp de ski anhören

Momentan bereiten wir mit der groupe de jeunes einen soirée cabaret vor, also eine Aufführung, wobei alle Jugendlichen etwas vorführen, singen, tanzen, Theater spielen oder oder oder... Ich war beim letzten Mal mit ein paar Jugendlichen auf der Straße unterwegs und habe eine Umfrage zum Thema "Was ist für Sie Glück?" gemacht. Das hat mich auf die Idee gebracht auch eine Radiosendung zum Thema "Glück" zu machen. Ich habe schon richtig viele Ideen. 

Montag haben Ute und ich einen Tagesausflug in die Stadt Béziers gemacht. Richtig schönes, ruhiges Städtchen am Canal du Midi.

Béziers
Liebe Grüße nach Deutschland und in alle Welt!

Mittwoch, 2. April 2014

Radio

Hallo allerseits!

Ich weiß, ich hab ganz viel noch nachzuholen und zu erzählen, gerade, weil in den letzten Wochen so einiges passiert ist. Das werde ich jedoch auch jetzt noch nicht machen, aber ich versuche es die Tage...
Allerdings ist nun endlich der Podcast zu meiner ersten eigenen Radiosendung, die ich mit Ute gemacht habe, auf der Internetseite von FM+ veröffentlicht worden. Jetzt könnt ihr euch ihn also alle anhören, wenn ihr wollt. Hier der Link: http://www.fmplus.org/component/commedia/popup/1578/432/1578/component

Auf bald!
Lea

Sonntag, 16. März 2014

Sept à Sète

Garten in Arbeit
Nachdem Ute und ich unseren eigenen kleinen Garten vor ein paar Tagen künstlerisch gestaltet haben, wurde von uns gestern erstmal unser großer Dachboden erkundet, woraufhin wir lauter alte Fotos von irgendwelchen fremden Leuten fanden. Einige stammen noch aus dem Jahre 1931 (!), andere zeigen wahrscheinlich den früheren Pfarrer, der mal in unserer Wohnung gewohnt hat, mit seiner Familie. Wir wohnen nämlich im alten Pfarrhaus.

Wir haben Freitag auch schon die zweite Radiosendung fertig gemacht. Bei der dreht es sich um das Skicamp und auch diese ist ziemlich gut geworden, finde ich. Ich hoffe wirklich, dass wir noch mehr Sendungen hier machen können und dürfen. Das wäre ein Traum!

Heute sind wir zu siebt in die wunderschöne Hafenstadt Sète gefahren - darum auch die Überschrift. Habt ihr das Wortspiel bemerkt? ;) Anlass für diesen Ausflug war ein Gottesdienst, den einige Théo-Studenten dort heute halten durften. Darunter auch ein paar Deutsche und die haben das alle richtig toll gemacht! Im Anschluss gab es noch ein Mittagessen mit der Gemeinde, welches eine armenische Studentin gekocht hat. Natürlich war auch das Essen armenisch und es hat super lecker geschmeckt! Die Mahlzeit wurde von typisch armenischer Musik untermalt (heute habe ich's aber mit Wortspielen) und als wir alle vollgegessen waren, haben wir von ihr noch einen armenischen Tanz gelernt. Uuuuund ich habe heute Morgen zufällig bei einem Ruderboot-Wettkampf auf einem der Kanäle zuschauen können. Das war ein richtig netter Vormittag. 

Den Nachmittag habe ich alleine mit Ute die Stadt noch ein wenig erkundet. Dabei ging es ein wenig die Strandpromenade entland, dann rauf auf den Hügel, von wo aus man einen wundervollen Ausblick über Meer, Stadt und Berge hat und wir sind durch die kleinen Gassen und entlang der Kanäle geschlendert. Am Ende habe ich zusammen mit Ute beschlossen, dass Sète auf die Liste mit den schönsten Städten gehört.

Bootsrennen
Sète
Sète
Hafenatmosphäre