Sonntag, 17. November 2013

C'est de la soupe!

Sonnenuntergang am Etang de l'Or, Carnon
Nun bin ich beinahe schon drei Monate hier. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Ich kann es jedes Mal kaum glauben. Nun ist schon ein Viertel meines Freiwilligendienstes rum und die nächsten Monate werden wahrscheinlich auch nur so davon rennen. 

Mittlerweile habe ich mich wirklich sehr gut eingelebt. Gestern habe ich eine Wand in meinem Zimmer gelb angestrichen. So hab ich endlich ein bisschen Farbe in meine kleine Kammer gebracht und es ist deutlich gemütlicher geworden. 

Am Donnerstag hatte ich wieder Groupe étudiant. Das war diesmal besonders schön! Normalerweise sind wir nur so vier bis sechs Personen dort, aber letztes Mal sind noch ganz viele Studenten von der theologischen Fakultät dazu gekommen, die ich auch alle schon kannte. Zusammen haben wir gemütlich gegessen, den Film "Time out" geschaut und anschließend darüber diskutiert.

Heute hatte ich wieder Ecole biblique. Die heutige "séance" hatte ich schon vor zwei Wochen mit Nathalie vorbereitet. Wir haben die Bibelgeschichte von Zacharias bearbeitet, in der ihm ein Engel die Geburt seines Sohnes Johannes ankündigt. Zacharias verstummt daraufhin, weil er dem Engel nicht glauben will, denn er und seine Frau Elisabeth sind eigentlich schon sehr alt und können keinen Kinder mehr bekommen. Diesmal habe ich mich also als Zacharias verkleidet und wild mit den Armen fuchtelnd versucht den Kindern meine Geschichte pantomimisch zu erzählen. Es hat jedenfalls richtig Spaß gemacht! Vor allem auch, weil wir diesmal doppelt so viele waren wie letztes Mal. Jetzt sind noch die drei Geschwisterkinder Axel, Nils und Alix dazu gekommen. Das sind drei sehr aufgeweckte und motivierte Kinder. Bei der Ecole bibilque finde ich immer besonders schön, dass ich mich da richtig einbringen kann. Denn ich arbeite ja allein mit Nathalie zusammen und wir erarbeiten unser Programm immer komplett gemeinsam.

Dienstag haben mich Elda und Lauriane mit zum Chor an der theologischen Fakultät mitgenommen. Das hat richtig Spaß gemacht! Ich habe ja zuvor noch nie in einem Chor gesungen, aber es gefällt mir. Eishockey mache ich natürlich auch weiter. Ich bin da jetzt fest eingeschrieben und drehe nun jeden Sonntagabend meine Runden auf dem Eis. Mein Trainer ist der Beste! Er veräppelt mich zwar ständig, aber er ist lustig und hat viel Geduld mit uns allen.

Ute, Christoph, ich und Eddie Erdbeere am Strand
Ein Highlight war auch der Besuch von Christoph, einem Volontär von unserer Organisation, der seinen FFD in Paris leistet. Letztes Wochenende hat er ein paar Tage bei uns verbracht. Es war toll ihn nach dem Ausreiseseminar mal wieder zu sehen. Zusammen waren wir Eislaufen und am Strand. Die Eishalle ist hier auch ziemlich toll. Es gibt nicht nur die Fläche, wo wir Eishockeytraining haben, sondern auch noch eine zweite, die bunt beleuchtet ist, einen eigenen DJ hat und wo es sogar eine "Rampe" gibt, die man rauf- und auf der anderen Seite wieder runterfahren kann. 


Die kommende Woche wird sehr terminreich und spannend und in zwei Wochen geht es auf zum KT-Wochenden. Dorthin kommen beide Konfirmandengruppen und die Groupe de jeunes mit und wir werden das Wochenende gemeinsam in den Cevennen verbringen und den culte de Noel (den Weihnachtsgottesdienst) planen. Darauf freue ich mich schon sehr!

Viele liebe Grüße an euch alle!

PS: Mein erster Rundbrief ist fertig! Das Thema ist mein Projekt, meine Arbeit und die Anfänge. Schreibt mir einfach eine Mail, falls ihr ihn auch lesen wollt.

lea_reinhardt@web.de




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