Euch allen wünsche ich zunächst einmal ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, ihr habt alle ein gemütliches und besinnliches Weihnachtsfest zu Hause mit euren Liebsten gefeiert und hattet einen guten Start ins Jahr 2014. Jetzt sind wir schon bei 14! Unglaublich, schon wieder ein neues Jahr und schon wieder muss ich mich unglaublich darauf konzentrieren nicht immer 13 hinter das Datum zu schreiben. Aber Gott sei Dank bin ich nicht mehr in der Schule und muss es nicht mehr hundert mal am Tag in mein Heft schreiben.
Wie dem auch sei, anders als der Großteil von euch war ich über Weihnachten nämlich nicht zu Hause, sondern bin in Frankreich geblieben. Schon einige Tage vor Heiligabend haben sich alle meine Mitbewohner (Ute ausgeschlossen) auf den Weg nach Hause zu ihren Familien gemacht, denn keiner der Drei kommt ursprünglich aus Montpellier. Auch alle meine anderen Freunde, hauptsächlich deutsche Studenten, haben die Ferien für einen Besuch daheim in Deutschland genutzt. Somit blieben nur noch Ute und ich übrig. Aber anstatt nur zu zweit vor unserem unechten Kamin zu hocken und unseren mikrigen, aber mit Liebe und Hingabe geschmückten Weihnachtsbaum anzuschauen, haben wir uns lieber auf den Weg nach Grenoble gemacht. Dort wohnt Johanna, ebenfalls eine Freiwillige der EkiR, und die haben wir besucht. Auch Christoph (Freiwilliger der EkiR) aus Paris ist angereist. Johanna hat uns "ihre" Stadt gezeigt, wir haben Weihnachtsplätzchen backen, sind mit ihr Schlittschuhlaufen gegangen, sind zur Bastille hochgewandert...
| Grenoble - Der Fluss Isère |
| Grenoble mit den Alpen im Hintergrund |
| Plätzchenbacken an Heiligabend |
| Schlittschuhlaufen |
| Ausblick von der Bastille |
An Heiligabend haben wir unsere Freundin mit in die Kirche zum Gottesdienst begleitet. Johanna arbeitet nämlich genau wie Ute und ich in der Eglise protestante unie de France, nur eben in Grenoble. Und somit hat sie größtenteils genau die gleichen Aufgaben wie ich. Bei dem culte (Gottesdienst) konnten wir Johanna ein wenig unter die Arme greifen und haben es genossen, den Weihnachtsgottesdienst in Frankreich miterleben zu dürfen. Nach einem leckeren Essen haben wir es uns dann gemütlich gemacht, Weihnachtslieder gesungen, die Weihnachtsgeschichte, so gut wir sie auswendig konnten, nacherzählt, mit Pfeifen Weihnachtslieder gespielt, was allerdings in einem Lachanfall endete und haben die Päckchen, die uns unsere lieben Familien, Verwandten und Freunde zugeschickt haben, ausgepackt. Es war ein wundervoller Abend. Ich bin sehr froh, dass ich nicht wie alle anderen nach Hause gefahren bin, sondern die Gelegenheit genutzt habe, Weihnachten in Frankreich zu verbringen.
Am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir von der Familie einer Kollegin von Johanna eingeladen und abends war im Studentenwohnheim, wo Johanna wohnt, eine kleine Weihnachtsfeier mit den paar Studenten, die über Weihnachten geblieben sind. Es gab ein sehr internationales Essen, ein wenig englisch, ein wenig indisch, mit ein bisschen deutsch und etwas arabisch. Aber orientiert wurde sich an dem französischen Ablauf eines Essens, das heißt, der Käse hat natürlich nicht gefehlt. Und gewichtelt wurde auch noch.
Und da wir schonmal in den französischen Alpen waren, wollte ich natürlich auch unbedingt Schnee sehen! In Grenoble selbst hatten wir leider sehr deutsches Wetter und somit fuhren wir mit dem Bus etwas höher in die Berge, bis wir in Lans-en-Vercors ankamen. Da war die Landschaft von einer dicken Schneedecke überzogen. Es war wunderschön.
Nach diesem schönen Urlaub in den Bergen haben uns Johanna und Christoph mit nach Montpellier begleitet, wo wir zusammen Silvester gefeiert haben. Daniel, ein Freund von Ute und mir, hat mit uns gefeiert und zwei Freunde mitgebracht. Auf das neue Jahr haben wir dann an einem Ort, der aus rechtlichen Gründen leider geheim gehalten werden muss (wir dürfen es einfach nicht ausplaudern, weil wir dann Ärger am Hals hätten, ich sag nur über den Dächern von Montpellier), mit Cidre angestoßen, weil wir leider keinen Sekt gefunden hatten und dazu haben wir Wunderkerzen angezündet. Das Feuerwerk an Silvester ist hier in Frankreich nämlich leider verboten. Aber Wunderkerzen waren auch ganz schön. Tja, es war halt ziemlich unspektakulär, aber dennoch schön und ein sehr lustiger Abend.
An die Arbeit geht es wohl erst nächste Woche wieder, denn wegen Ferien läuft hier in der Gemeinde mal wieder gar nichts und so habe ich schön Urlaub.
Haltet eure Vorsätze schön ein und ich hoffe, dass sich eure Wünsche für dieses Jahr erfüllen!
Liebe Grüße,
Lea
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