Mittwoch, 4. Dezember 2013

Weihnachtsvorbereitungen mal anders

Schreibblockade. Manchmal kommt das vor. Gerade habe ich nur Französisch im Kopf und mir fallen kaum Sätze oder gute Formulierungen ein. Jetzt starre ich den Bildschirm gefühlt schon eine halbe Ewigkeit an....

Aber eigentlich möchte ich euch gerne von meinem Wochenende erzählen. Das war nämlich nicht irgendein Wochenende, sondern das week-end KT - also ein Wochenende mit den Konfirmanden und der groupe de jeunes, das wir in den Cevennen in der ehemaligen Moulin d'Ayroles in der Nähe des Dorfes Saint Félix de Pallières gemeinsam verbrachten. Diese Zeit nutzten wir, um die große Fête de Noel, also den großen Weihnachtsgottesdienst, der allerdings hier schon am 15. Dezember stattfindet, vorzubereiten. Am Samstagnachmittag drehte es sich um das Thema Nicodème, wozu es viele Diskussionen und kleine Rollenspiele gab. Der Abend wurde mit einem match d'impro (Improtheater) gefüllt. Für alle, die nicht wissen, was das ist: Man spielt in kleinen Gruppen spontan vorgegebene Szenen vor einem Publikum vor. In unserem Fall hatten die Teams eine Minute Vorbereitungszeit und haben nicht nur eine Szene vorgegeben bekommen, sondern auch ein Wort, dass sie irgendwie während ihrer Vorführung erwähnen mussten und ein Adjektiv, das beschrieb, wie sie die Szene spielen mussten, z.B. flüsternd oder zitternd. So war für Spaß garantiert und es sind wirklich super lustige Situationen dabei herausgekommen. 

unser Wohnzimmer als Werkstatt
Am nächsten Tag ging es in die verschiedenen Ateliers, in denen Tanzchoreographien oder Sketche mit Clowns eingeübt, Lieder umkomponiert oder Materialien für die verschiedenen Aufführungen gebastelt wurden. Ich habe zusammen mit Magali und sieben Mädels eine Choreo mit Buchstaben, die auf große Pappen gemalt wurden, gemacht. Ute und ich haben als Animateure dieses Wochenende natürlich mit vorbereitet, weshalb wir einige Zeit mit dem Sammeln von alten Zeitungen und weggeworfenen Kartons, die am Straßenrand lagen, verbracht haben. Hinzu kam dann das Zuschneiden dieser Kartons und ein Großeinkauf für sämtliche Bastelmaterialien.  Alles, was hier vorbereitet wurde, wird in zwei Wochen im Gottesdienst aufgeführt. Ich bin schon richtig gespannt, wie das letztendlich wird! 

Leider hatten wir nicht die Zeit, um ein bisschen die Gegend in den Cevennen zu erkunden. Ziemlich schade, weil wir bestes Winterwetter hatten: nur Sonne, blauer Himmel und keine einzige Wolke zu sehen. Hinzu kam, dass es ziemlich warm in der Sonne war und wir sogar nur mit einem Puli rausgehen konnten. Die Landschaft in dem Gebirge ist einfach so wunderschön! Ute und ich haben uns jetzt vorgenommen bald mal einen Ausflug in die Berge zu machen und einfach nur einen gaaaanz lange Spaziergang zu machen. 

Insgesamt war es ein wunderschönes Wochenende und ich habe die Zeit genutzt, um die 49 Jugendlichen, mit denen wir ja immer im Konfirmandenunterricht und bei der groupe de jeunes arbeiten, ein bisschen besser kennenzulernen. 

Ute in der Weihnachtsbäckerei
Auch beim Chor wird im Moment ganz fließig geprobt. Ein paar Extrastunden werden eingefügt, wie zum Beispiel letzte Woche Donnerstag oder morgen und es kommen immer wieder neue Lieder dazu, die ebenfalls bei der Fête de Noel an der theologischen Fakultät am 12. Dezember aufgeführt werden. Das englische Lied "Joy to the world" bereitet dem Großteil der französischen Chormitglieder noch immer Kopfzerbrechen und Knoten in der Zunge.

Nachdem am ersten Dezember das erste Türchen meines Adventskalenders geöffnet (Ute und ich haben uns gegenseitig einen Kaldender gebastelt), unsere WG weihnachtlich dekoriert und erste Plätzchen mit Elda gebacken wurden, bin ich schon richtig in Weihnachtsstimmung. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an Mama für den tollen Weihnachtsbaum und den super lustigen Adventskalender! 


Heute waren Ute und ich mal wieder Schlittschuhlaufen und jetzt machen wir uns einen gemütlichen Colocabend. 

Eine herzliche Umarmung an meine Lieben. Viele Grüße,

eure Lea




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen