Donnerstag, 8. August 2013

Endspurt

Hallo meine Lieben!

Ute (r.) und ich (l.) bei unserem Besuch in Montpellier
Nur noch 20 Tage und dann geht es endlich los nach Montpellier, Frankreich, wo mein "neues" Leben beginnt. Denn dann werde ich dort meinen Freiwilligen Friedensdienst (FFD) antreten. Ich werde dort in der Eglise Unie de Montpellier in einem Jugendzentrum in einem sozialen Brennpunkt sowie in einem Zentrum für Obdachlose arbeiten. Aber was genau mich dort erwartet werde ich wohl erst erfahren, wenn ich am 29. August in Frankreich angekommen bin und wir unseren Arbeitsplan erhalten. Wir, das heißt Ute und ich. Denn ich werde nicht alleine in Montpellier leben, sondern zusammen mit einer anderen deutschen Freiwilligen, die ich bei einem Vorbereitungsseminar der Evangelischen Kirche im Rheinland (EkiR) bereits kennenlernen durfte. 

Die EkiR ist der Träger unseres Projekts in Frankreich und entsendet Freiwillige in die ganze Welt. So schicken sie Jugendliche nach England, Rumänien, Israel, Russland, in die USA und in viele verschiedene Länder Lateinamerikas. 

Ute und ich konnten bereits ein paar Einblicke in unser Projekt gewinnen, weil wir im Juni einen fünftägigen Kurzbesuch bei den jetzigen Freiwilligen Marie und Jana machten. So wurden uns schon die meisten unserer zukünftigen Kollegen vorgestellt - alle sind unglaublich freundlich und haben sich sehr bemüht, langsam und deutlich französisch zu sprechen - und wir haben unsere WG gesehen, in der wir im kommenden Jahr leben werden. Auch mit einer unserer Mitbewohnerinnen haben wir bereits Bekanntschaft gemacht. Doch wir werden uns überraschen lassen, wer die anderen zwei unserer WG-Mitglieder sein werden.

Nun laufen die letzten Vorbereitungen und in drei Tagen fängt auch schon unser zweiwöchiger Ausreisekurs in Bonn im Haus Annaberg an, wo wir noch besser auf unseren Auslandsaufenthalt vorbereitet werden. Und ich freue mich schon sehr, die ganzen Leute vom Vorbereitungsseminar in den Osterferien wiederzusehen, mit denen man sich schnell angefreundet hat und die Euphorie, dass man ganz bald ins Ausland gehen wird, teilt. 

Meine Mitnehmliste für Frankreich scheint unendlich. Ich werde wohl noch ein Kunststück vollführen müssen, um alles in meinen zwei Koffern zu verstauen. Das Ganze ist ziemlich aufregend und ich denke in jeder Minute, die ich nicht beschäftigt bin, an das, was in Montpellier so auf mich zukommen wird und werde immer nervöser. Die letzten Monate und Wochen habe ich mit meiner Familie und meinen Freunden ausgekostet, da der Schulstress zum Glück nach dem bestandenden Abitur von mir abgefallen ist. Doch die Zeit rennt davon und ich versuche jede verbleibende Minute mit Freunden und Familie zu genießen. 

Ich freue mich, wenn ihr meine Zeit in Frankreich mit verfolgt! Ich werde euch auf dem Laufenden halten ;)

Je vous embrasse,
Lea

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