Hallo meine Lieben!
| Ute (r.) und ich (l.) bei unserem Besuch in Montpellier |
Nur noch 20 Tage und
dann geht es endlich los nach Montpellier, Frankreich, wo mein
"neues" Leben beginnt. Denn dann werde ich dort meinen Freiwilligen
Friedensdienst (FFD) antreten. Ich werde dort in der Eglise Unie de Montpellier
in einem Jugendzentrum in einem sozialen Brennpunkt sowie in einem Zentrum für
Obdachlose arbeiten. Aber was genau mich dort erwartet werde ich wohl erst
erfahren, wenn ich am 29. August in Frankreich angekommen bin und wir unseren
Arbeitsplan erhalten. Wir, das heißt Ute und ich. Denn ich werde nicht alleine
in Montpellier leben, sondern zusammen mit einer anderen deutschen
Freiwilligen, die ich bei einem Vorbereitungsseminar der Evangelischen Kirche
im Rheinland (EkiR) bereits kennenlernen durfte.
Die EkiR ist der
Träger unseres Projekts in Frankreich und entsendet Freiwillige in die ganze
Welt. So schicken sie Jugendliche nach England, Rumänien, Israel, Russland, in
die USA und in viele verschiedene Länder Lateinamerikas.
Ute und ich konnten
bereits ein paar Einblicke in unser Projekt gewinnen, weil wir im Juni einen
fünftägigen Kurzbesuch bei den jetzigen Freiwilligen Marie und Jana machten. So
wurden uns schon die meisten unserer zukünftigen Kollegen vorgestellt - alle
sind unglaublich freundlich und haben sich sehr bemüht, langsam und deutlich
französisch zu sprechen - und wir haben unsere WG gesehen, in der wir im
kommenden Jahr leben werden. Auch mit einer unserer Mitbewohnerinnen haben wir
bereits Bekanntschaft gemacht. Doch wir werden uns überraschen lassen, wer die
anderen zwei unserer WG-Mitglieder sein werden.
Nun laufen die
letzten Vorbereitungen und in drei Tagen fängt auch schon unser zweiwöchiger
Ausreisekurs in Bonn im Haus Annaberg an, wo wir noch besser auf unseren
Auslandsaufenthalt vorbereitet werden. Und ich freue mich schon sehr, die
ganzen Leute vom Vorbereitungsseminar in den Osterferien wiederzusehen, mit
denen man sich schnell angefreundet hat und die Euphorie, dass man ganz bald
ins Ausland gehen wird, teilt.
Meine Mitnehmliste
für Frankreich scheint unendlich. Ich werde wohl noch ein Kunststück vollführen
müssen, um alles in meinen zwei Koffern zu verstauen. Das Ganze ist ziemlich
aufregend und ich denke in jeder Minute, die ich nicht beschäftigt bin, an das,
was in Montpellier so auf mich zukommen wird und werde immer nervöser. Die
letzten Monate und Wochen habe ich mit meiner Familie und meinen Freunden
ausgekostet, da der Schulstress zum Glück nach dem bestandenden Abitur von mir
abgefallen ist. Doch die Zeit rennt davon und ich versuche jede verbleibende Minute
mit Freunden und Familie zu genießen.
Ich freue mich, wenn
ihr meine Zeit in Frankreich mit verfolgt! Ich werde euch auf dem Laufenden
halten ;)
Je vous embrasse,
Lea
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