Sonntag, 25. August 2013

Ausreiseseminar



Ich komme gerade mit gemischten Gefühlen vom Ausreiseseminar aus Bonn zurück. Einerseits freue ich mich einfach nur riesig auf die Ausreise am Mittwoch. Wir haben uns alle während der letzten zwei Wochen intensiv mit unserem Gastland und unserer Arbeit dort beschäftigt. Heute an unserem letzten Tag haben wir die Freiwilligen getroffen, die gerade erst aus den verschiedenen Ländern zurück gekommen sind. Das war wirklich toll, Jana und Marie wieder zu sehen und mit ihnen zu quatschen!

Haus Annaberg, Bonn
Andererseits bin ich traurig, dass die wundervolle Zeit im Haus Annaberg mit den anderen Freiwilligen schon wieder vorbei ist. In nur zwei Wochen haben wir uns alle sehr gut kennengelernt, was auch durch die intensiven und intimen Gespräche über uns und unser Leben erst möglich war. Wir haben zusammen gekocht, gearbeitet, gelacht, Ultimate Ninja gespielt (was nun voraussichtlich als neues Nationalspiel in Frankreich eingeführt werden wird) und uns unterhalten.

Es waren insgesamt zwei traumhafte Wochen, die „das Beste des ganzen Jahres“ sein sollen (zit. Rahel).  Der Ausreisekurs hat mir sehr geholfen, über die Trauer wegen des Abschieds von meiner Familie hinweg zu kommen. Ich fühle mich gerade wie in einer Zwischenwelt zwischen Deutschland und Frankreich - nicht mehr ganz hier, aber auch noch nicht dort angekommen.  Nun laufen die letzten Vorbereitungen für das Auslandsjahr. Die Wäsche muss noch gewaschen und die Koffer gepackt werden.  Aber ansonsten bin ich soweit startklar und kann es gar nicht mehr erwarten, endlich in den Bus zu steigen und nach Montpellier zu fahren. Und ich hoffe, dass noch viele Augenblicke kommen werden, die mindestens genau so gut wie meine letzten zwei Wochen sein werden.

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