Ich komme gerade mit gemischten Gefühlen vom Ausreiseseminar
aus Bonn zurück. Einerseits freue ich mich einfach nur riesig auf die Ausreise
am Mittwoch. Wir haben uns alle während der letzten zwei Wochen intensiv mit
unserem Gastland und unserer Arbeit dort beschäftigt. Heute an unserem letzten
Tag haben wir die Freiwilligen getroffen, die gerade erst aus den verschiedenen
Ländern zurück gekommen sind. Das war wirklich toll, Jana und Marie wieder zu
sehen und mit ihnen zu quatschen!
| Haus Annaberg, Bonn |
Andererseits bin ich traurig, dass die wundervolle
Zeit im Haus Annaberg mit den anderen Freiwilligen schon wieder vorbei ist. In
nur zwei Wochen haben wir uns alle sehr gut kennengelernt, was auch durch die
intensiven und intimen Gespräche über uns und unser Leben erst möglich war. Wir
haben zusammen gekocht, gearbeitet, gelacht, Ultimate Ninja gespielt (was nun
voraussichtlich als neues Nationalspiel in Frankreich eingeführt werden wird)
und uns unterhalten.
Es waren insgesamt zwei traumhafte Wochen, die „das
Beste des ganzen Jahres“ sein sollen (zit. Rahel). Der Ausreisekurs hat mir sehr geholfen, über
die Trauer wegen des Abschieds von meiner Familie hinweg zu kommen. Ich fühle
mich gerade wie in einer Zwischenwelt zwischen Deutschland und Frankreich - nicht
mehr ganz hier, aber auch noch nicht dort angekommen. Nun laufen die letzten Vorbereitungen für das
Auslandsjahr. Die Wäsche muss noch gewaschen und die Koffer gepackt
werden. Aber ansonsten bin ich soweit
startklar und kann es gar nicht mehr erwarten, endlich in den Bus zu steigen
und nach Montpellier zu fahren. Und ich hoffe, dass noch viele Augenblicke
kommen werden, die mindestens genau so gut wie meine letzten zwei Wochen sein
werden.
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