Dienstag, 11. März 2014

Winter, Winter, Winter, Sommer!

Ich habe so viel erlebt die letzten drei Wochen!

Montmartre
Wie in meinem letzten Blogeintrag beschrieben, trieb es mich auf dem Weg zum Zwischenseminar zuerst noch in die Französische Hauptstadt. Paris! Für mich war es der erste Besuch dieser Weltmetropole. Da ich nur einen Tag dort verbrachte, habe ich nicht allzu viel zu sehen bekommen. Aber natürlich war der Eiffelturm dabei, wir sind ins Louvre gegangen, wo ich mit eigenen Augen sehen konnte, wie die Mona Lisa mich von allen Seiten anstarrt. Mittags haben wir in einem super schicken Restaurant gegessen - das sah so teuer aus! Aber im Enteffekt war es gar nicht so teuer. Nachmittags waren wir beim Montmartre und haben uns das Stadtviertel dort angeschaut - richtig schön! Abends wollte ich eigentlich noch mit Ute in "La Géode" gehen, doch die war leider geschlossen und so entschieden wir uns spontan für ein anderes Kino und den Film "La voleuse des livres" (Die Bücherdiebin), der uns von einem Gottesdienstbesucher aus Montpellier empfohlen worden war. Es war auch die beste Entscheidung! Dieser Film ist wunderschön, tottraurig und hat mich sehr berührt. 

Nachdem das Abenteuer so gut angefangen hat, ging es für Ute, die beiden Pariser Christoph und Niklas, sowie für mich nach Estland. Zunächst verbrachten wir einen Tag alleine in der estnischen Hauptstadt Tallinn und schauten uns schonmal alles an. Den Tag darauf ging das Zwischenseminar endlich los. Es war so schön, die anderen europäischen Freiwilligen wiederzusehen! Wir haben uns die Woche größtenteils über unsere sehr unterschiedlichen  Projekte, unsere Erlebnisse in unseren Einsatzländern, unsere Probleme und Schwierigkeiten unterhalten, haben uns gegenseitig Tipps gegeben, uns motiviert und hatten einfach Spaß zusammen. Es war eine unglaublich tolle Zeit mit den anderen Freiwilligen, die ich sehr genossen habe. 

Die Hälfte der coolsten Freiwilligen der Welt!



Vesijärvi See Lahti
Anschließend bin ich mit fünf Leuten vom Seminar nach Finnland gefahren. Während diese in Helsinki verweilten, machte ich mich weiter auf den Weg nach Lahti, wo ich eine Freundin aus Deutschland besuchte, die dort ihren Freiwilligendienst leistet. Bei eisigen Temperaturen (wenn auch wärmer als angenommen) lernte ich einen Teil Finnlands kennen. Jessica zeigte mir an einem Tag die finnische Hauptstadt und wir sind in Lahti über den zugefrorenen Vesijärvi See gelaufen. Selbst das Meer war noch teilweise gefroren! Und ich machte noch von Jessicas Privileg gebrauch, dass sie eine kleine Eisbahn auf ihrem Gelände hat, mit Flutlicht sogar. Dort liefen wir unter einem gigantischen Sternenhimmel Schlittschuh.

auf 2400m Höhe - Les 7 Laux
Nach diesen tollen zwei Wochen ging es für mich wieder nach Hause - mit einem kleinen Abstecher nach Paris und zum bei Nacht beleuchteten Eiffelturm. Lange Zeit zum Erholen blieb mir aber nicht, denn nur zwei Tage später ging es schon wieder auf Reisen. Diesmal stand eine Woche Skicamp mit der groupe de jeunes und ein paar Konfirmanden an. Diese verbrachten wir in einem super tollen Skigebiet in der Nähe von Grenoble. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter! Drei Tage Sonne und blauer Himmel und die anderen beiden Tage gab es jede Menge Neuschnee. Es hat super viel Spaß gemacht, mit den Jugendlichen die Pisten hinunter zu düsen und auch mit den anderen Betreuern habe ich mich super gut verstanden. Insgesamt einfach genial! Vor allem das Skifahren!

Und nach dieser Woche bin ich dann aber endlich wirklich wieder nach Hause gekommen. Das war ein gutes Gefühl, wieder in Montpellier und bei meinen lieben WG-Mitbewohnern zu sein. Empfangen wurden wir von blauem Himmel, Sonne und frühlinghaften Temperaturen um 20°C. Deshalb nutzen wir die Zeit und das Wetter gleich mal für einen Besuch am Strand. Leider war das Meer noch zu kalt, sodass wir uns nur mit den Füßen reintrauten. 

Da noch Ferien sind, können Ute und ich uns jetzt erstmal ein bisschen von den letzten Wochen erholen. Morgen haben wir allerdings einen Termin beim Radio, um unsere beiden Radiosendungen zum Thema "FFD" und "Camp de ski" zusammenzuschneiden und fertig zu machen. Da bin ich mal gespannt, was letztendlich daraus wird. 

Sonnige Grüße aus dem Süden!


PS: Hier ist das Ergebnis einer Gruppenarbeit während des Skicamps, welches "être témoins"
(= Zeugen sein) zum Thema hatte. Diese Arbeit ist zu dem Bibeltext der Samaritanerin von den Konfis erstellt worden.
Jesus und die Samaritanerin am Brunnen

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